LISBON WEEK Part II: Sightseeingtipps in Lissabon

„Bem-vindo a Lisboa!“; Stadt der Seefahrer und Entdecker, aber auch der verschiedenen Gerüche und Einflüsse.
Gemeinsam mit meinem Freund habe ich Anfang August eine wunderbare Woche in Portugals Hauptstadt verbracht. Da wir zeitlich also nicht sonderlich eingeschränkt waren, konnten wir Land und Leute sehr gut kennen lernen und richtig in das Lissabonner Leben eintauchen. Dabei haben wir unfassbar gut gegessen, eindrucksvolle Bauten gesehen und sind allgemein vom Flair der Stadt total verzaubert worden.
Nahezu jeder, der schon einmal in der Atlantikmetropole gewesen ist, schwärmt davon. Doch was ist es, das Lissabon so unverwechselbar macht? In der „LISBON WEEK“-Serie versuche ich, darauf eine Antwort zu finden, indem wir gemeinsam an meine Lieblingsorte und -restaurants der Stadt reisen. Viel Spaß! 🙂 


LX Factory
Rua Rodrigues de Faria 103

Auf dem Weg Richtung Belém versteckt sich dieses ehemalige Industriegelände.
Direkt unter der Ponte 25 de Abril gelegen finden sich heute Werbeagenturen, Ateliers, Restaurants und Bars, aber auch jede Menge schöner Concept-Stores und Geschäfte, die trendige Second Hand Kleidung verkaufen. Für Kulturbegeisterte hat die LX Factory regelmäßig Konzerte, Theatervorstellungen, Workshops und Ausstellungen im Angebot.
Ihr seht, hier kann man den ganzen Tag mit shoppen, stöbern, essen und genießen verbringen. Definitiv einer meiner Lieblingsorte in Lissabon!

How to get there:
Auf dem Weg nach Belém mit der Straßenbahnlinie 15 einfach etwas früher aussteigen.
Von der Station „Calvário“ sind es dann zu Fuß nur noch wenige Meter bis zur LX Factory.

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Parque Eduardo VII und Jardín Amália Rodrigues
Avenida Sidonio Pais

Lissabon ist wirklich eine sehr grüne Großstadt. Überall gibt es kleine und große Parks, in denen man sich mit Freunden treffen, oder einfach nur der Hitze entfliehen kann.
Ein besonders schöner ist der Parque Eduardo VII, da er einen atemberaubenden Blick über die ganze Stadt bietet. Direkt dahinter verbirgt sich der Jardín Amália Rodrigues, eine kleine Oase mitten in der Stadt. Ein hübsches Café und der zugehörige Teich, in dem sogar Schildkröten schwimmen, bieten die pure Entspannung und laden dazu ein, in Ruhe auf einer der vielen Bänke entspannt die Seele baumeln zu lassen.

How to get there:
Mit der blauen Linie gelangt ihr ganz schnell zur Haltestelle „Parque“. Einfach die „Avenida Sidónio Pais“ hinunterlaufen, schon ist man beim Aussichtspunkt Miradouro Parque Eduardo VI.
Alternativ lohnt sich auch ein Spaziergang vom Praça da Figueira über die Avenida da Liberdade, der teuersten Straße Lissabons. Egal ob man nun in bei einem der Designer etwas kauft, oder nur ins Schaufenster blickt, hier wird dem interessierten Besucher auf jeden Fall etwas geboten! 😉

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Christo Rei
Santuário Nacional de Cristo Rei

Spontanität zahlt sich so oft aus! Ursprünglich war unser Plan, an diesem Tag mit dem Zug zum Strand zu fahren. Leider ist dieser ausgefallen und die darauffolgenden wären uns zu spät gewesen, da wir abends noch am „NIKE RUN“ teilnehmen wollten. Schon mit Joggingsachen bekleidet standen wir dann also vor den Abfahrtsplänen der Fähren und suchten nach einem näher gelegenen Ziel.
Was kommt da besser in Frage als Cacilhas?
Von der Anlegestelle des Schiffes aus begannen wir uns den Weg durch die Straßen der kleinen Hafenstadt zu suchen und folgten immer den „Christo Rei“ Wegweisern. Die Wanderung gestaltete sich dann doch länger als gedacht, jedoch wurden wir zum Schluss mit der schönsten Aussicht überhaupt belohnt: Sowohl die Ponte 25 de Abril als auch ganz Lissabon lagen uns zu Füßen. Was für ein Gefühl!

How to get there:
Vom Bahnhof  Cais do Sodre nehmt ihr die Fähre nach Cacilhas. Mit dem Bus 101 oder eben zu Fuß gelangt man dann auf den Gipfel des Berges und wird von der Christo Rei Statue und einem unglaublichen Ausblick empfangen.

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Miradouro Sophia de Mello Breyner Andresen
Calçada da Graça

Noch mehr schöne Aussichten bietet der Miradouro Sophia de Mello Breyner Andresen.
Von einem der höchsten Punkte der Stadt kann man über die Dächer Lissabons bis hin zur Ponte 25 de Abril und Rio Tejo blicken. Besonders schön ist es hier zur Golden Hour, wenn die Sonne mit ihrem warmen Licht eine wunderschöne Atmosphäre zaubert. Einfach nur sitzen, genießen und das Lissabon-Gefühl spüren.

How to get there:
Mit der Straßenbahnlinie 28 durch bekommt ihr zuerst eine kleine Rundfahrt durch Alfama, bevor es dann an der Haltestelle S.Vicente Zeit zum Aussteigen ist.
Den letzten (sehr steilen) Rest kann man nur noch zu Fuß gehen. Oben angekommen werdet ihr aber mit einer grandiosen Aussicht belohnt! 🙂

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Rund um das Castelo de São Jorge
Rua de Santa Cruz do Castelo

Alfama – so groß, so alt, so vielseitig! Denn hier gibt es wirklich so Einiges zu sehen.
Beginnen wir mit dem Aufstieg zum Castelo de São Jorge. Vom Miradouro das Portas do Sol Observation Deck, was direkt gegenüber der Straßenbahnhaltestelle Largo das Portas do Sol liegt, gewinnt man einen ersten Eindruck des schönen Stadtteils. Folgt man den Treppen, die unweit davon nach oben führen, gelangt man auf den Fußweg Richtung Schloss. Dieser wurde von Künstlern farbenfroh gestaltet und so befindet man sich irgendwann mitten in der Graffiti Ruine wieder. Im Castelo selber waren wir aufgrund der langen Wartezeiten leider nicht. Dafür haben wir die Seitenstraßen drumherum erkundet und waren wirklich begeistert davon. Aber seht selber!

How to get there:
Auch hier könnt ihr einfach die Straßenbahnlinie 28 nehmen, schon erreicht ihr den Ausgangspunkt dieser kleinen Tour durch Alfama.

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Spaziergang durch Alfama

Als kleine Ergänzung zu der oben beschriebenen Tour. Da wir wie gesagt total fasziniert von diesem alten Stadtteil waren, haben wir immer wieder verschiedene Ausgangspunkte dafür gewählt. Fährt man beispielsweise mit der Straßenbahn der Linie 28 bis zur Haltestelle Rua da Graça, kann man sich direkt in die engen kleinen Gässchen stürzen und dort nach Herzenslust umherschlendern.
Macht doch zwischendurch mal eine kleine Pause in der Pasteleria Saga und genießt dort köstliche Törtchen und einen leckeren portugiesischen Kaffee! Gestärkt kann es dann weiter zur Igreja de São Vicente de Fora und danach Richtung Wasser gehen.
Nehmt euch einfach gar keine bestimmte Route vor, sondern entscheidet spontan, wo es euch hinführen soll. So stoßt ihr garantiert auf ein tolles portugiesisches Restaurant, eine traditionelle Fado Bar oder eine kleine Boutique.
Ganz viel Spaß beim Entdecken und Erkunden! Ich bin mir sicher, dass euch unterwegs ganz schnell das „Lissabon-Gefühl“ überkommt. 🙂

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Noch mehr über LISBOA findest du hier… ❤

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Großstadtzirkus.

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Rauschende Autos, flackernde Lichter und ein immer kälter werdender Novemberwind. Viele Menschen, die geschäftig von A nach B laufen. Hände in den Manteltaschen, Kopfhörer in den Ohren, Augen auf die Straße geheftet.
Wie im Zirkus, von einem unsichtbaren Dompteur gesteuert, tun sie alle auf seltsame Art und Weise irgendwie das Gleiche. In ihrem monotonen Gang verschwimmen sie zu einer amorphen Masse, die jedes  Individuum verschluckt.
Und mitten unter ihnen bin ich. Stehe zwischen ihnen und schaue ihrer perfekt einstudierten Kür zu. Der gleiche Gang, der gleiche Blick, das gleiche Gefühl.
Ich gehöre selber dazu.amelieruna_grosstadtzirkus_11
Ja, das machen wir alle ganz fabelhaft! Könnt ihr es sehen? Wie wir dem Trubel der Stadt durch unsere grandiose Isolation ausweichen und nur an unseren Auftritt denken?
Die Zuschauer werden uns lieben!
Ein eisiger Windhauch lässt mich erschaudern. Ich wickle mich fester in meinen Schal, auf der Suche nach Wärme. Doch die Kälte kriecht in meine Finger und breitet sich langsam in meinem Körper aus. Frostig. Eiskalt. Einschüchternd. Ein Gefühl der Beklemmung beschleicht mich.
Das Jahr ist fast zu Ende und du hast noch immer nicht deine große Kür gezeigt. Du musst noch einmal hoch hinaus und allen zeigen, was du kannst. Dabei könntest du dir den Hals brechen.

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Denn der Großstadtzirkus verlangt uns so einiges ab.
Wir müssen die vorgegebenen Schritte perfekt beherrschen und dürfen uns keine Fehler erlauben. Mutig müssen wir über das Drahtseil balancieren.Ohne nach unten zu schauen, ohne doppelten Boden, ohne zweite Chance. Mit einem Fehltritt kann die ganze Arbeit umsonst gewesen sein. Wer steht dann dort, um uns aufzufangen?
Aber wenn wir ehrlich sind, können wir nicht ohne diesen Nervenkitzel.
Die Aufregung, bevor wir auf das Drahtseil steigen. Der Adrenalinstoß, wenn wir in der Mitte stehen. Und der Stolz, wenn wir es fehlerfrei auf die andere Seite geschafft haben. Mut bewiesen haben, ohne die Angst gewinnen zu lassen.
Und danach?
Wollen wir Applaus für unsere großartigen Taten einheimsen und uns belohnen lassen. Doch wisst ihr was? Das ist okay so. Denn darum geht es doch im Großstadtzirkus! Manchmal ist vielleicht der erste Schritt auf das Seil schwer, fordert Überwindung und kostet all‘ unsere Bemühungen.
Denn wir alle haben Angst etwas verkehrt auszuführen und mit einem falschen Schritt alle Anstrengungen zunichte zu machen.
Das ist menschlich.
Unser Ziel ist das andere Ende , das wollen wir erreichen.
Dafür lohnt es sich, Kopf und Kragen zu riskieren und sich der Faszination des schillernden, leuchtenden, wunderbaren Großstadtzirkus‘ hinzugeben.
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Jacke –  Zara
Bluse – SET
Hose – Mango
Schuhe – Reebok
Armband – Six

Fotos: Alibek Käsler Photography
Vielen, vielen Dank nochmal für die tolle Zusammenarbeit! 🙂